Wissenswertes über die Folierung

Hier finden Sie Antworten auf alle Fragen rund um die Fahrzeugfolierung:

Zum Umfang einer Folierung gehört im Regelfall die Beschichtung von außen sichtbaren lackierten Flächen. Türeinstiege oder nach innen ragende Karosserieteile gehören standardmäßig nicht dazu. Eine Folierung verfolgt einen temporären Verwendungszweck und ist nicht für die Ewigkeit gedacht. 

Lackschutz ist bei gängigen Folierungen zwar ein Argument, jedoch lediglich ein positives Beiwerk. Für einen richtigen Lack-/Steinschlagschutz werden entsprechende Produkte (transparente Polyurethanfolien) verwendet. Bei späterer, rückstandsloser Entfernung der Folie kommt der Originallack in der Regel in geschontem, gut erhaltenem Zustand zum Vorschein. Die Neutralisation sollte in einer Werkstatt mit Folienerfahrung durchgeführt werden. 

Die Grundfarbe eines Fahrzeuges spielt eine nicht unerhebliche Rolle. Nämlich dann, wenn ein heller Lack dunkel foliert werden soll oder zwischen Lackfarbe und Folie ein sehr starker Kontrast besteht. In diesem Fall muss mehr Detailarbeit geleistet werden und die Spaltmaße so poliert werden, dass der Gesamteindruck bei geschlossenen Türen homogen ist. Dies hat einen unweigerlichen Einfluss auf den Preis. 

Sofern nichts andere schriftlich vereinbart wurde, gilt folgendes: Es werden von uns nur die in Wagenfarbe lackierten Karosserieteile, hier wiederum die äußeren Sichtflächen (= die bei geschlossenem Fahrzeug von außen sichtbaren Flächen) verklebt. Eine Verklemmung von Interieruteilen und/oder Einstiegen/Türinnenseiten etc. ist möglich, gehört aber nicht zum Umfang einer Standardfolierung. Ebenso bleiben umlackierte Kunststoffteile (bei manchen Fahrzeugen z.B. Stoßstangen, Türgriffe, Spiegel, Leisten, Dachreling) von der Folierung ausgenommen. Auf diesen Untergründen hat die Folie nicht ausreichend Haftung für eine langfristige Haltbarkeit. Embleme, Typenschilder etc. sind oftmals geklebt. Diese werden von uns vor der Folierung entfernt und nicht wieder angebracht. Da der Kleber oftmals sehr stark haftet, kommt es hin und wieder vor, dass die Embleme nach dem Entfernen nicht mehr genutzt werden können. Dies gilt nicht, falls die Schriftzüge gesteckt sind.

Eine Folierung ist nicht an einem Tag erledigt. Für ein gutes Ergebnis ist es wichtig, dass der Wagen im Anschluss an die Verklebung 24 Std. bei gleichbleibenden Temperaturen steht. Für eine Vollfolterung sollten also ca. 4 Werktage inkl. Trockenzeit eingeplant werden. 

Hier gilt ganz eindeutig: Was man fühlt, wird auch nach einer Folierung sichtbar bleiben. Deshalb müssen alle vorhandenen Schäden vorab von einem Fachmann behoben werden. Diesbezüglich sei noch bemerkt: Frischer Lack muss mindestens 3 bis 4 Wochen aushärten bevor eine Folie drauf geklebt wird. Lässt sich der Lack mit dem Fingernagel eindrücken, ist es für eine Folierung zu früh.

Im Sinne der dauerhaften Haltbarkeit werden komplexe Karosserieteile- und formen mit mehreren Foliensäcken beklebt. Die somit zwangsläufig entstehenden Überlappungen werden vom Fachmann so gesetzt, dass sie auf Lichtkanten laufen und eine gleichmäßige Breite aufweisen. Dies ist keineswegs als Stückwerk zu sehen. 

Man darf erwarten, dass die Folie über die Anwendungsdauer so hält, wie sie zum Zeitpunkt der Auslieferung verklebt wurde. Wobei eine rückstandslose Entfernbarkeit zum Konzept gehört. Bzgl. der Haltbarkeit von Komplettfolierungsfolien kann man sich an folgenden Werten orientieren: 

  • Farbfolien (Schwarz, Weiß): 5 Jahre*
  • Farbfolien (uni, kein Metallic): 4 Jahre*
  • Farbfolien (Metallic): 3 Jahre*
  • Digital bedruckte Folien: 3 Jahre*

*) Dies sind Durchschnittswerte, die sich an den gängigen Haltbarkeitsangaben der Folienhersteller orientieren. 

Unser Service für Sie: Sollte sich die Folie innerhalb von 2 Jahren nach der Verklebung lösen und dies nicht durch äußere Einwirkungen (Unfall, unsachgemäßes Reinigen, manuelle Einwirkung, bereits vorhandene Lackschäden etc.) passieren, bessern wir in unseren Örtlichkeiten nach. Lieferbarkeit der entsprechenden Folien immer vorausgesetzt.

Wichtig: Sollte sich die Folienoptik oder -haptik verändern (z.B. Folie wird brüchig, ändert die Farbe oder glänzende Folie wird matt), vereinbaren Sie bitte umgehend einen Termin zur Vorführung bei uns. Ggf. handelt es sich um einen Produktionsfehler bei der Folienherstellung und schnelles Handeln ist erforderlich, bevor größerer Schaden entsteht. 

Unsere Folien sind absolut alltagstauglich und waschstraßenfest. Allerdings sollten einige Grundregeln beachtet werden:

  • Nach der Folierung bitte eine Woche nicht in die Waschanlage fahren
  • Dampf-und Hochdruckreiniger in einem Mindestabstand von 50cm und in einem rechten Winkel zur Karosserie halten. Dabei in ständiger Bewegung bleiben. 
  • Hochdruckstrahler niemals gegen eine Folienkante halten
  • von Wachsen und Versiegelungen in Waschstraßen wird abgeraten. Besser ein Basiswaschprogramm wählen und spezielle Wachse von Hand auftragen
  • Waschstraßen mit Nylonbürsten sind zu vermeiden
  • Hartnäckige Verunreinigungen wie Vogelkot oder Insekten schnellstmöglich entfernen. Dabei die betroffenen Stellen einweichen lassen und punktuelles Reiben vermeiden

Das Entfernen der Folie sollte unter Einhaltung der Haltbarkeitsrichtlinien durch den Fachmann geschehen. Folierungen schützen in der Regel die Lackierung eines Fahrzeuges. In sehr seltenen Fällen kann es in Verbindung mit einer Folierung bzw. bei der späteren Folienrückrüstung zu partiellen Lackablösungen kommen. 

Es ist wichtig, dass der Lack des Fahrzeuges, welches foliert werden soll, eine geschlossene Oberfläche hat. Bei gebrauchten Fahrzeugen ist darauf zu achten, dass Verwitterung und ggf. mangelhafte Pflege, wie z.B. nicht rechtzeitiges Entfernen von Vogelkot o.ä. nicht dazu geführt haben, dass der Lack stumpf oder gar rissig geworden ist. Lackbeschädigungen wie Steinschläge, Kratzer oder gar Rost beeinträchtigen die Foltermöglichkeiten, bilden keine ausreichende Basis um eine Gewährleistung zu bieten und können zu Problemen bei der späteren Folienrückrüstung sorgen. 

Es ist ausreichend belegt, dass keinerlei negative Einwirkung von der Folie auf den Lack stattfindet - solange der Lack in einem neuwertigen Zustand ist. Die Folie darf von Seiten des Herstellers nur auf unbeschädigtem Originallack verklebt werden. Bei Neulackierungen und/oder beschädigten Lackierungen können wir keine Haftung für eventuell auftretende Probleme während der Verklemmung oder bei Entfernen der Folie übernehmen. Aus der Erfahrung wissen wir jedoch, dass es auch bei nachlackierten Fahrzeugen, sofern die Lackierung fachmännisch durchgeführt wurde, äußerst selten zu Problemen kommt.

Klebereste: Kein Folienhersteller kann garantieren, dass die Folienentfernung ohne Kleberückstände von statten geht. So kann es sein, dass nach dem Entfernen der Folien entsprechende Klebereste zurückbleiben. Diese lassen ich jedoch mit dafür geeigneten Mitteln entfernen. 

Bei Folierungen spricht der Preis oftmals auch für die Qualität.

Aus diesem Grund möchten wir Ihnen transparent machen wie sich der Preis einer guten und qualitativ hochwertigen Folierung zusammensetzt:

  • Folie: Diese muss hochwertig sein, da sie in extremen Verhältnissen (Dehnungen, Außentemperaturen von -10° bis +70° auf der Karosserie und einer immer stärkeren UV Strahlung) ausgesetzt wird. Auch die spätere Alblösbarkeit spielt eine grundlegend wichtige Rolle!
  • Vorarbeiten: Die Grund- und Detailreinigung eines Fahrzeugs können Stunden dauern. Teils werden auch Anbauteile demontiert. Dabei ist äußerste Vorsicht geboten.
  • Folierung: Diese dauert ab ca. 15 Stunden aufwärts und ist komplexe handwerkliche Arbeit. Die Folie muss so verarbeitet werden, dass sie auch nach Monaten gut aussieht. Schnitte müssen so getätigt werden, dass die Karosserie oder Dichtungen nicht darunter leiden.
  • Laufende Kosten: Ein angemessener Fachbetrieb führt seine Folierungen in entsprechenden Räumlichkeiten durch. Deren Miete, Strom, Maschinen etc. müssen ebenfalls in eine Kalkulation einfließen.

 

 

Ablauf einer Vollverklebung

Schritt 1

Reinigung des Fahrzeuges / Untergrundes.

Schritt 2

Reinigung aller Kannten und Einlässe.

Schritt 3

Abkleben aller Teile die nicht Foliert werden.

Schritt 4

Beklebung der Fläche.

Schritt 5

Nachföhnen der Folienkannte.

Schritt 6

Schneidearbeiten in den Fahrzeugsicken.

Schritt 5

Umlegen der Folie.

Schritt 7

Entfernen der Fingerabdrücke etc.